Bilder sprechen von unsagbar Schrecklichem
Zur Ausstellung ,,Andreas Junge: Auschwitz“

Im Februar besuchten zwanzig Studenten und Studentinnen der Bergischen Universität-Gesamthochschule Wuppertal, unter ihnen der Künstler Andreas Junge, das Konzentrationslager Auschwitz. Vor dieser Reise hatte sich die Gruppe intensiv mit dem Nationalsozialismus und mit dem Neofaschismus der heutigen Zeit auseinandergesetzt. Dennoch waren alle angesichts der Greueltaten des Naziterrors, die jeder einzelne dort im Lager spürte, sprachlos. Diese Erfahrung veranlaßte Andreas Junge, noch am Ort eine Reihe von Bildern zu gestalten. Die Arbeiten in Frottagetechnik sprechen intuitiv von dem, was sich der Beschreibung entzieht, weil das Schreckliche nicht mehr in Worte gefaßt werden kann. TI

Andreas Junge: Auschwitz. Ausstellung im ADA, Wiesenstraße 6, Wuppertal – täglich ab 17 Uhr — geöffnet bis 29. Juli.

DER WEG, 29/1996, S. 7.


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