Machtvolle über die Weite der Erscheinungen

G E I S T H A C H T

Nachrichten aus der Perspektive des Lufträubers

 

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PRÄAMBEL

GEISTHACHT - Nachrichten aus der Perspektive des Lufträuber -

Thomas Marcus Illmaier, 29.01.12

2012

GIFTGRÜNE ZWERGE

Hader mit Täuscheland

Deutschland, Deutschland an der Wand, wer ist ...

17. Juni 2012                                                                    von Thomas Marcus Illmaier

Es ist für ein Volk klug, sich für tief, für ungeschickt, für gutmüthig, für redlich, für unklug gelten zu machen, gelten zu lassen: es könnte sogar - tief sein! Zuletzt: man soll seinem Namen Ehre machen, - man heisst nicht umsonst das "tiusche" Volk, das Täusche-Volk. Nietzsche

Die antideutschen Reflexe, mit denen sich die Bio-Deutschen vom Supermarkt Kneese in Geesthacht an Schwarz-Rot-Gold, den Farben der Demokratie, versündigen, die sie aus dem Bio-Supermarkt verbannt haben, weil sie ihnen „zu national“ sind, ist Teil einer großangelegten Kampagne, welche Ulf Poschardt auf WELT-online just aufgedeckt hat. Unter dem Titel „Super deutsch“ und „Antideutsche erklären dem Patriotismus den Krieg“ weist er nach: „Grüne Jugend und Antifa kämpfen während der EM gegen jede Form schwarz-rot-goldener Folklore.“

Dass sich Bio-Deutsche Antje Prolingheuer, Marktleiterin bei Erlebniseinkauf Kneese in Geesthacht, ausgerechnet den mit der SPD verheirateten Stadtarchivar und VHS-Dozenten Dr. William (Willy) Boehart ins Boot holte, um ihren Supermarkt aufzuwerten, indem sie öffentlich mit Boehart über „Bio und Tee“ diskutierte, zeigt jenes tiefe Zeitverständnis, in dem sich der US-Bürger Boehart mit Vorliebe bewegt: Antideutsch bis hin zur Retuschierung von NS-Tätern.

Boehart präsentierte 2005 zum Ende des II. Weltkriegs in der Gedenkkapelle des Alten Friedhofs von Geesthacht die Ausstellung „Corpusculum“ mit Sylvia Stuhr. An den Wänden brachte Boehart Spruchtafeln mit geflügelten Worten Bismarcks ,,Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt“ und Kaiser Wilhelms II. ,,Ich führe euch herrlichen Zeiten entgegen“ an,  die er mit Tafeln, die mitsamt Schreibfehlern den Opfern von Weltkrieg und Holocaust gewidmet waren, kontrastierte. So entstand der Eindruck, dass Bismarck und Wilhelm für Weltkrieg II und Holocaust verantwortlich wären; denn von den wahren Tätern Hitler, Himmler, Heydrich fehlte jede Spur – bis heute; denn die Wandinstallation wird in der Gedenkkapelle von der Stadt Geesthacht bis heute vorgehalten.

Das, wohlgemerkt, vor dem Hintergrund, dass in Geesthacht 1939-1945 eine der größten Sprengstofffabriken Europas mit 20.000 Fremdarbeitern die Munition für Hitlers Angriffs- und Vernichtungskrieg einschließlich Holocaust produzierte. Die Geesthachter Munition dürfte zu Opfern an Toten, Verwundeten, Verstümmelten, Wahnsinnigen und Gebrochenen geführt haben, welche die Opfer der nahe bei Geesthacht gelegenen KZ Neuengamme und Bergen-Belsen bei weitem übersteigen, was man sich „auf Halde“ vorstellen muss, um einen Begriff von den Dimensionen der Vernichtung zu erhalten.

Gleichwohl gibt es in Geesthacht bis heute keine Gedenkstätte, wohl aber Pläne für den Aufbau eines dem High Tech der Hitlerzeit gewidmeten „Industriemuseums“, wohl wissend, dass es den Nazis in Geesthacht ja nicht nur um die Vernichtung von Menschen ging wie in Auschwitz, der „größten Menschenvernichtungsanlage aller Zeiten“, wie ihr Kommandant Rudolf Höß Auschwitz nannte, sondern um das High Tech zur Vernichtung der Welt. Bei Bio und Tee und angewandter Deutschfeindlichkeit, welche die Namen von NS-Tätern noch nicht einmal in den Mund nimmt, lässt sich – Werbung  statt Wirklichkeit – umso treffsicherer  heucheln, dass die Farben der Demokratie, vor Schwarz-Rot-Gold ja nur so triefend, sich, biologisch abbaubar, in Grüne Jugend/Antifa wie von selbst auflösen.

 

THEATER IN GEESTHACHT Große Bühne

Die Farben der Demokratie

Vom Wildern im Walde deutscher Politik

THEATER IN GEESTHACHT Kleine Bühne

Volksverhext und keine Kunden

Altweibersommer bei Kneese

Antje Prolingheuer ist Leiterin des Bio-Supermarkts Kneese in Geesthacht.

                                                                                  

                                                                                                      Geesthacht, den 25. Jan. 2012

Sehr geehrte Frau Prolingheuer,

Sie haben im o.g. Kneese Biosupermarkt im Gespräch mit mir am 24. Jan. 2012 gegen 13.00 Uhr eingeräumt, dass Sie meine Werbeflyers für mein philosophisches Beratungsangebot vom Werbetisch im Eingangsbereich, wo meine Werbung seit 2010 auslag, entfernt haben. Entfernt wurde dort auch Werbematerial anderer Anbieter im Bereich Kunst, Tanz, Yoga, Heilpraktiker und Wellness aus der Region.

Was mich betrifft, haben Sie entfernt einen durchsichtigen Plexiglas-Ständer DIN A 5 mit ca. 50 farbigen Werbeflyers DIN A 5 und ca. 30 schlichten Visitenkarten. Sie hätten mich vor Ihrer Maßnahme also informieren können und müssen.

Deshalb fordere ich Sie höflichst zur Herausgabe der vorbezeichnet zitierten dinglichen Sachwerte auf innerhalb von vier Werktagen, spätestens bis Samstag, den 28. Jan. 2012.

Für den Fall, dass Sie die Sachwerte bereits entsorgt haben, bitte ich um Einkaufsgutschein im Wert von 50,00 EUR zur Wiedergutmachung.

Zur Begründung für Ihre Maßnahme, die rechtlich nicht zweifelsfrei in Ordnung ist, haben Sie angegeben, der Dreifarbendruck meiner Werbeflyers wäre Ihnen „zu national“. Sie fühlen sich durch die Farbgebung offenbar zu stark an die Farben unserer Demokratie erinnert. Nun sollten Sie aber wissen, dass zu Nationale, Deutschnationale oder Rechtsradikale nicht mit Schwarz-Rot-Gold oder Schwarz-Rot-Gelb sondern mit Schwarz-Weiß-Rot, den Farben des Deutschen Reichs, werben. Ihr Verdikt sagt daher weniger über die Farben als vielmehr über ihr Verhältnis zur Demokratie etwas aus.

Haben Sie etwas gegen Fußball-Begeisterte, die mit Fähnchen in den Farben der Demokratie winken? Oder etwas gegen Ausländer, die in den Integrationskursen die Farben der Demokratie schätzen lernen? oder etwas gegen Soldaten, die die Farben der Demokratie, die sie mit ihrem Leben verteidigen, auf ihrer Uniform tragen? Welche Kundschaft ist Ihnen überhaupt willkommen und bei Kneese tatsächlich erwünscht? Man möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber man ist immer wieder verwundert, dass sich bei Kneese außer in der Supperia meistens mehr Personal als Kundschaft befindet. Wie rechnet sich das?

Nichts haben Sie offenbar gegen Kirchenbeamte an der Christuskirche und an St. Salvatoris in Geesthacht, deren aufgehängte Werbung zum Mitnehmen Sie an der ebenfalls gesäuberten Info-Säule bei Kneese dulden. Diese Religionsgemeinschaften oder was von ihnen übrig geblieben ist, sind einem überregionalen Publikum nicht zuletzt dadurch bekannt geworden, dass Christus-Kantor Gregor B. im Geesthachter Wochenblatt der Springer-Tochter Bergedorfer Zeitung Werbung trieb für die sich einen Kilometer weit vom Atomkraftwerk Krümmel mitten im Leukämie-Cluster befindende Osterquelle, wo der Gottesmann das Sakrament der Taufe gespendet sehen wollte „mit anschließender Feier im Lokal“. St. Salvatoris ist mittlerweile in die Schlagzeilen geraten wegen des offenbar nicht nur musisch tätig gewordenen Salvatoris-Kantors Andreas F., der wegen sexuellen Kindesmissbrauchs über sieben Jahre und in mehreren Fällen im Nov. 2011 rechtskräftig verurteilt worden ist.

In der Hochzeit des Kindesmissbrauchs war Maria Jepsen noch Bischöfin, zu deren Sprengel St. Salvatoris gehörte. Jepsen musste wegen ähnlich gelagerter Fälle zurücktreten. Jepsens ist auch der Auftritt des stadtbekannten Leugners von NS-Tatsachen Holm L. auf der sog. Prominentenkanzel St. Salvatoris in Geesthacht 2007 geschuldet trotz Protests.

Wenn Sie meinen, die vorbezeichnet zitierten Gemeinden durch Aushang ihrer Werbung unterstützen zu müssen, dann bitte nicht auf meine Kosten; denn mein vergleichbares Beratungsangebot konkurriert mit dem der für das geistliche Gespräch zuständigen Kirchenbeamten, denen Sie weder Vorteil gewähren noch sie begünstigen dürfen.

Sie sollten die Geschichte Geesthachts gut kennen, bevor Sie im Wald deutscher Politik wildern. Alfred Nobel erfand in Geesthacht 1846 das Dynamit und begann demzufolge in Geesthacht mit dem Aufbau der größten Sprengstofffabrik Europas, die lange nach Nobels Tod zwei deutsche Angriffs- und Vernichtungskriege einschließlich Holocaust munitionierte, während des II. Weltkriegs mit Hilfe von 20.000 Fremdarbeitern. Die Opfer der Geesthachter Munition – Tote, Verwundete, Verstümmelte, Wahnsinnige und Gebrochene – dürften die Opfer der nahe bei Geesthacht gelegenen KZ Neuengamme und KZ Bergen-Belsen bei weitem übersteigen, was man sich „auf Halde“ vorstellen muss, um einen Begriff von den Dimensionen der Vernichtung zu erhalten.

Gleichwohl gibt es bis heute keine Gedenkstätte für die Opfer der Geisthachter Munition, kein Ehrenmal für die Geesthachter Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime, darunter August Ziehl, den die Nazis in das KZ-Neuengamme während des II. Weltkriegs verschleppten und dem die Nachwelt mit seinem Buch „Geesthacht“ (1958) unter anderem die minutiöse Beschreibung der KZ-Hölle von Neuengamme verdankt. Doch nach August Ziehl ist in Geesthacht noch nicht einmal eine Straße benannt.

In den Geesthachter „Kriegsmusterfabriken“ ging es den Nazis aber nicht nur um die Vernichtung von Menschen wie in Auschwitz, der „größten Menschenvernichtungsanlage aller Zeiten“, wie ihr Kommandant Rudolf Höß Auschwitz nannte, sondern um Hitlers High Tech zur Vernichtung der Welt, was heute unter dem Deckmantel von Alfred Nobel, dem Schutzpatron Geesthachts, dessen Atomanlagen sich inmitten von Hitlers ehemaligen Vernichtungsfabriken befinden, deren Ruinen sich noch immer über ein Gebiet von 3,5 qkm weit erstrecken, gerne verdrängt wird, um den Standort Geesthacht einseitig als Wiege des wissenschaftlich technischen Fortschritts zu promovieren, was in Verbindung mit kommerziellen Zwecken, politisch kalkuliert, die Opfer von Weltkrieg und Holocaust aus dem medial gelenkten öffentlichen Bewusstsein verdrängt.

Man kann nur hoffen, dass den behinderten Kindern, mit denen Kneese eng über das Lebenshilfewerk Kreis Hzgt. Lauenburg zusammenarbeitet, ein geschichtsgetreues Weltbild vermittelt wird, in dem die Farben der Demokratie eine zentrale Rolle spielen.

Wenn Sie auch befugt sein sollten, das Geschäft des Kneese-Bio-Supermarkts polit-ideologisch zu führen, so sollten Sie doch nicht das Kind mit dem Bade ausschütten; denn das Brot in den Kneese-Regalen ist, nur weil es braun ist, kein Nazi-Brot.

Sie verstehen die Absurdität, die sich in der Konsequenz einer Philosophie der Farben auftäte, betrachtete man Farben allein unter polit-ideologischen Gesichtspunkten. Rot und Gelb bzw. Gold auf Schwarz ist malerisch ideal, was Sie schon bei Kandinsky nachlesen können. Und Goethe, den ich Ihnen wärmstens empfehle, hat in seiner Schrift „Sinnlich sittliche Wirkung der Farbe“ – zu finden in seiner Farbenlehre – schon alles gesagt, was man über die vorurteilsfreie Wirkung der Farben wissen muss.

Ich bitte Sie deshalb um Erlaubnis, dass ich meine Werbeflyers und Visitenkarten bei Kneese wieder auslegen darf. Bitte geben Sie grünes Licht ebenfalls bis Samstag, den 28. Jan. 2012.

Fax vorab ist ausreichend.

Im übrigen wäre es fatal, wenn man in Deutschland angesichts des wieder erstarkenden Nationalsozialismus nicht die Farben der Demokratie hochhalten dürfte und alles vermeiden müsste, was wie bei meinen Flyers auch nur an sie erinnerte.

Würden Sie sich demnach nicht als Verbündete erweisen, wäre das ein Skandal, dem gebührende Antwort zu Teil würde. Kritische Intelligenz ist Bürgerrecht. Philosophen sind streitbar wie Juristen, Journalisten und Politiker, geht es um Meinungsfreiheit in Schwarz wie Schrift, Rot wie Wort, Gold wie Bild.

Die Farben der Demokratie können Sie auch vertont haben als leise vor sich hin plätschernde Klaviersonate, Kaiserquartett oder Chorus. Die Melodie stammt, Gott schütze ihn, von Joseph Haydn. Als leise Hintergrundmusik im Supermarkt für Biodeutsche könnte das die Wende bringen.

Mit freundlichen Grüßen                                                                                                                   

Thomas Marcus Illmaier, M.A.

www.philosophia-weisheit.de

 

Ehre, wem Ehre gebührt

Eine Abmahnung

                                                                                                         

Dem Geesthachter Anzeiger wird aufgegeben, dass er in der nächstfolgenden, für den Druck nicht abgeschlossenen Nummer des Geesthachter Anzeigers in dem Teil des Druckwerks, in dem am 23. November 2010, S. 1 der Artikel „Lokalreporter angezeigt, nur keiner weiß warum“ erschien, mit gleicher Schrift wie in dem genannten Artikel ohne Einschaltungen und Weglassungen folgende Richtigstellung veröffentlicht:

Der bekannte Lokalredakteur Olaf Kührmann (ok) schreibt in seinem vorbezeichnet zitierten Artikel, wörtlich:

"Wir haben Illmaier vor Jahren kennengelernt, nachdem er sich in einer E-Mail an unseren Verlag furchtbar darüber aufgeregt hatte, dass wir auf Wunsch der Arbeiterwohlfahrt (Awo) über die Essensausgabe für bedürftige Bürger berichtet hatten. Und darüber, dass weiterhin Sponsoren aus der Lebensmittelbranche gesucht werden. In dem Beitrag haben wir nach Gesprächen mit Awo-Mitarbeitern auch darüber berichtet, dass immer mehr Russlanddeutsche von der Lebensmittelausgabe profitieren."

 

Dazu stelle ich fest, dass ich per Fax beim Verleger Ricardo Viebranz Beschwerde, 4. Juli 2007 gegen Olaf Kührmann erhoben habe wegen seines Artikels „Geestküche“, Geesthachter Anzeiger, 3. Juli 2007, S. 1, wo er deutsche Spätaussiedler und jüdische Kontingentflüchtlinge wörtlich als „Russen“ bezeichnete.

„Die übergroße Mehrheit von ihnen“, schrieb ich dem Verleger, „besitzt einen deutschen Pass und genießt den diplomatischen Schutz der Bundesrepublik Deutschland. (...) Es hätte bei der Berichterstattung über die Armut in (...) Geesthacht (...) völlig genügt, wenn Ihr (...) Redakteur von Erwerbslosen und Rentnern, das heißt von Hilfebedürftigen gesprochen und geschrieben hätte.“

Der Begriff des Russlanddeutschen kommt in dem angegriffenen Artikel nicht vor, wohl aber der Begriff des Russen. Angegriffen wurde demzufolge auch nicht die Speisung von Hilfebedürftigen sondern deren ethnische Separierung.                                  

Thomas Marcus Illmaier, 27.01.2012

2011

Keine Eintragungen

 

2010

IM RAMPENLICHT - Holocaust-Forscher erliegt Gestapo-Sünde

Das alte Sprichwort, dass die Besiegten in den Siegern wieder auferstehen, bewahrheitet sich ein weiteres Mal; denn was für Michael Wolffsohn, „den führenden jüdischen Intellektuellen in Deutschland“ (1) gilt, gilt auch für Michael Wildt, Chefideologen der „Topographie des Terrors“ (2), nämlich die auf die deutsche Gesellschaft angewendete Begrifflichkeit, welche nicht der Demokratie entstammt sondern der Tyrannis, in der der Mensch der Oberschicht via Mittelschicht auf die Unterschicht herabschaut. Die Vertikale der Macht ist es, an der sie kleben, die Wolffsohns und Wildts, und sich nicht scheuen, all jene in der Unterschicht zusammenzufassen, die nicht die Spitzen der Gesellschaft oder doch wenigstens die Mittelschicht erklommen haben. Metropolis, Dreigroschenoper für Dreigroschenjungs, die sich da an die Oberen 4000 (3) prostituieren. Wolffsohn hatte die Bundeswehr die „ossifizierte Unterschichtenarmee“ (4) genannt, was ihm Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München I einbrachte. Wildt nun tritt im NDR auf, wo man ihn auf NDR Info, 7. Mai 2010 in der Sendung „Schabat Schalom“ (5) zu hören bekommt; Rede und Antwort steht er Almut Engelien, die ganz aufgeregt zu überhören schien, dass auch Herr Wildt sich jener aus der Verachtung gegenüber den „niederen Ständen“ speisenden Theorie der sozialen Unterschicht bedient; denn Wildt sagte wörtlich über die „200 gewalttätigen Terrorführer“ (Engelien) des Reichssicherheitshauptamtes mit Reinhard Heydrich an der Spitze:

„Diese Männer sind nicht weit weg. Sie entstammen aus der Mitte der Gesellschaft, es ist nicht die soziale Unterschicht, nein, es ist die akademisch bürgerliche Elite Deutschlands, die diesen Massenmord geplant und in Gang gesetzt hat.“

Der Begriff der sozialen Unterschicht, auf die deutsche Gesellschaft angewandt, projiziert die ganze Verachtung, in der die Assonanz zum „Untermenschen“ mitschwingt, auf jene am unteren Ende der vertikalen Leiter, wozu auch die nach Zehntausenden zählenden Hartz IV-Juden gehören, „deren Kampf um die Existenz heute in den Vorzimmern der deutschen Sozialämter stattfindet.“(6)

Wie wohltuend wenigstens eine Stimme, die aus dem Sumpf von „Unser Kampf“ (7) herauszuleiten scheint: „Die Grundaussage, dass Gangster und Polizei kooperieren, ist nicht sehr tiefschürfend. Aber grundsätzlich ist ja, dass der Kapitalismus ein allumspannendes System ist, das in allen Gesellschaftsschichten nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Deshalb wäre es auch nicht interessant, Unterschicht und Oberschicht und Opposition zu behaupten, sondern zu fragen, welche Entwürfe es jenseits der kapitalistischen Gesellschaft geben könnte.“ Jarg Pataki, Regisseur am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (8).

Der Holocaust-Forscher Wildt, Professor an der Humboldt-Universität Berlin, aber verhöhnt auch noch deren Leitbild als einer „Institution, die sich für kritische Distanz gegenüber politischer und gesellschaftlicher Macht entschieden hat“ und die „sich gegen jede Form von Diskriminierung, Intoleranz und kultureller Selbstüberhöhung (wendet).“(9)

Der Holocaust-Forscher Wildt macht Reinhard Heydrich und seine „200 gewalttätigen Terrorführer“, die gesellschaftlich von Herrn Wildt „nicht weit weg“ sind, nicht etwa zu Jüngern von Alfred Rosenberg sondern zu Kantianern. Beweis:

das, was uns notwendig über die Grenze der Erfahrung und aller Erscheinungen hinaus zu gehen treibt, ist das Unbedingte

/Immanuel Kant, KrV Vorr. z. 2. A. (I 30—Rc 25)

Ein Amalgam aus konzeptioneller Radikalität, neuen Institutionen und einer auf keine Grenzen stoßenden Machtpraxis im Krieg konnte jenen Prozess der Radikalisierung freisetzen, der im Völkermord mündete.

/Michael Wildt: Generation des Unbedingten, 2002, S. 870f.

In Tat und Wahrheit leuchtete den "Ariya" der Buddhismus heim: Offene Weite - nichts von heilig" (10) und "Dem trefflichen Herrn Hitler (König) der Deutschen, der erlangt hat die Macht über die weite Erde!" (11) - so die Tibetische Depesche an die SS-Expedition, die 1943 Lhasa erreichte. (12)

Man hat sich vom Norddeutschen Rundfunk schon so Einiges für seine Gebühren anhören müssen, insbesondere über Israel als angeblichen Terrorstaat. Das aber mit dem Reaktionär Wildt geht zu weit, zumal in einer jüdischen Sendung, und mit so viel intellektueller Unredlichkeit seitens der Redakteurin Engelin.

Thomas Marcus Illmaier, 09.05.2010

(1) www.welt.de/kultur/article7208568/Der-interreligioese-Scherbenhaufen-des-Papstes.html

(2) www.topographie.de/topographie-des-terrors/stiftung/gremien-und-mitarbeiter/

(3) Das nach Ämtern, Mandaten und Positionen gezählte Zentrum der Macht in Deutschland, vgl. Michael 

     Hartmann über sein Buch „Eliten und Macht in Europa“ auf NDR Info, Der Talk, 16. Sept. 2007

(4) www.welt.de/die-welt/debatte/article7298017/Spiegel-der-Gesellschaft.html

     Thomas Marcus Illmaier: Der Abwerter. Geisthacht, 23. April 2010

(5) www1.ndr.de/flash/mediathek/index.html

(6) www.welt.de/welt_print/article2703892/Juedischer-Alltag-in-Deutschland.html

(7) Götz Alys gleichnamiges Buch über die 68er Generation

(8) www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article7132127/Bloss-keine-Dreigroschenoperette.html

(9) www.hu-berlin.de/ueberblick/leitbild/

(10) W. Gundert: Bi-Yän-Lu, Frankfurt/M., 1983, S. 37

(11) http://www.iivs.de/~iivs01311/Lamaismus/NS-Tibet-3-Reting.htm

(12) http://www.youtube.com/watch?v=ZS0tt735hTA

 

SCHWARZE WAHRHEIT TSCHERNOBYL

Wir haben das Recht auf ein gesundes Leben

No Atomstrom in my Wohnhome

Erneuerbare Energien statt Atomphantasien

Krimineller und fahrlässiger Umgang verseuchen unsere Erde für Tausende von Jahren radioaktiv

Atomausstieg ist Handarbeit – wichtige Dinge darf man keiner Regierung überlassen

Es geht um mehr als um eine politische Entscheidung – 1 Mio Jahre strahlender Müll

Gorleben ist überall Tag X – wir stellen uns quer

Wer stört muss aus!

Fahrt zur Hölle und lasst uns endlich in Ruhe

Terrorgreis inspiziert bürgerliche Reservearmee

Sie kamen zu Fuß, mit Kinderwagen, Fahrrad, Autos oder Bussen, Treckern mit Demo-erprobten Traktoristen, Gulaschhaubitzen und Disko-Fun, sie tanzten zu Gucci Vump’s Sha! Shtil! und ließen keinen Zweifel: Mit uns nicht! Aus bleibt aus für das Atomkraftwerk Krümmel; denn die Schwarze Wahrheit Tschernobyl ist überall. Tatsächlich, und das ist die Ironie der Geschichte, bedeutet Tschernobyl im Russischen und ins Deutsche übersetzt: Schwarze Wahrheit. Unter die Demonstranten hatte sich auch Terrorgreis Christian Ströbele gemischt, der mit dem Fahrrad unterwegs war, um sein Werk, die Anzüchtung der bürgerlichen Reservearmee, zu inspizieren, mit der er auch im Bund zusammen mit der CDU/CSU die Macht übernehmen will. Sie mögen auch kurios aussehen, barfuß laufen und den Herrenschnitt nach Sadhu-Art, rastalockig und hochaufgebunden auf dem Haupte tragen. Bürgerliche Mehrheitsbeschaffer bleiben sie doch.

Allerdings, und das zeigte nicht zuletzt der aus Schrottteilen geschmiedete Tyrannosaurus Rex (nicht zu verwechseln mit dem ähnlich klingenden Namen des Schleswiger Generalstaatsanwalts, der den Mord an Uwe Barschel leugnet), dass mit den radikalisierten Gutmenschen, was Tschernobyl, die Schwarze Wahrheit, betrifft, nicht zu spaßen ist.

Keine Kindsopfer mehr auf dem Altar von Wohlstand und Wachstum

Derzeit für die Atomaufsicht zuständig ist Richter a.D. Schmalfuß im Kabinett von Harry Carstensen (scherzhaft auch Dr. h.c. genannt), der das Opfern von Kindern auf dem Altar von Wohlstand und Wachstum rund um die Geesthachter Atomanlagen – Vattenfalls Kernkraftwerk Krümmel und atomares Forschungszentrum GKSS – billigend in Kauf nahm, damit dem Lande zwischen den Meeren und changierenden Horizonten und somit auch ihm selbst in seinem Kieler Amtssitz am Düsternbrooker Weg die Lichter nicht ausgehen und keiner kalte Füße bekommt, während mittlerweile 23 Kinder in Nähe der Atomanlagen an Leukämie – Blutkrebs – erkrankten, vier von ihnen, die bereits daran verreckten. AntiAtomBeweger, deshalb seid Ihr auch auf die Straße gegangen, und das ist gut so!

Nur Mut!

Plötzlich hing es da vom Hochspannungsmast in luftiger Höhe herunter, das Transparent mit dem i-Punkt als Totenkopf und der Aufschrift: Noch mehr Störfälle??? Es grüßten darunter das Logo von Robin Wood in Grün und der Smily von AntiAtom in Rot mit der geballten Faust. Abends hing nur noch der i-Punkt da, wir schauten genauer: Da kletterten auf den Streben des Hochspannungsmastes, Akrobaten gleich, die Aktivisten von Robin Wood herum – ohne Seil, ohne doppelten Boden – und holten das große Segel ein. Dann kletterten sie herab, wie sie gekommen waren, mit dem Totenkopf im Rucksack. Wieder festen Boden unter den Füßen, war es eine Frau, die als eine der beiden mutigen Kletterer das Transparent abgenommen hatte. Auf ihre Mutprobe angesprochen, antwortete die junge schlanke zierliche Frau, sie wisse auch nicht, wie das Transparent da hinauf gekommen sei, doch könne man es doch nicht einfach da oben hängen lassen. Die Polizisten in der Nähe, die eigens im Streifenwagen mit der Aufschrift UMWELTSCHUTZ  gekommen waren, pflichteten mit Blick auf die sich in luftiger Höhe hangelnden Artisten bei: „Hauptsache, die kommen wieder herunter.“ So der Einsatzleiter, der diskret mit dem Fahrrad davon radelte und sich damit der Antwort auf die rhetorische Frage entzog: „Und das erlauben Sie?“ – Passanten jedenfalls fanden, dies Spektakel könnten wir ruhig öfters haben.

Thomas Marcus Illmaier, 25.04. 2010 über die Antikernkraftwerksdemo mit einer Liste der Parolen auf den Transparenten in Geesthacht vor dem Kernkraftwerk Krümmel, 24. April 2010 – mit Dank an das DJ Team Drauf und Dran für den Dancefloor an der Elbe und den Hinweis auf Sha! Shtil in der Version von Gucci Vump: www.youtube.com/watch?v=MjxsYjTgjTc&feature=related

 

"SOZIALISMUS RELOADED"

In Deutschland sind Millionen erwerbslos. Sind sie eine Gefahr für die Demokratie? In
Deutschland sind sogar 160 000 Akademiker arbeitslos, davon fristen 60 000 ihr Leben mit Hartz IV. Die wählen auch Die Linke. Nicht alle sind natürlich Bürgerrechtler.
Doch weil die Christlichen in Koalition mit den Liberalen auch den Intellektuellen das nicht bieten - mehr Arbeit, mehr Geld, mehr Achtung - wählen diese eben Die Linke. Wer keine Arbeit bietet, kein Geld und keine Achtung, geht bankrott, politisch, moralisch, intellektuell.

Thomas Marcus Illmaier, 23.04.2010; Erstveröffentlichung in DIE WELT, 23.04.2010, S. 7; online: www.welt.de/die-welt/debatte/article7298040/Leserbriefe.html?print=yes

Die der WELT eingereichte Fassung setzte Rechtspopulisten anstatt Liberalen.

 

DER ABWERTER

Michael Wolffsohns intellektueller Scherbenhaufen

Michael Wolffsohn bezeichnet in seinem weltweit über das Internet verbreiteten Gastkommentar in Deutschlands wichtigstem Meinungsmedium DIE WELT, Flaggschiff der Axel Springer AG, die Bundeswehr als „ossifizierte Unterschichtenarmee“.

Herr Wolffsohn sollte, wenn er denn „zu den führenden jüdischen Intellektuellen in Deutschland“ gehörte, womit ihn WELT-online, 16. April 2010 am Ende seines Artikels über den Papst hochlobte, d.h. anzählte, wissen um Sinn und Bedeutung der Deutschen Sprache; als Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München verfügt er zweifellos über intimes Wissen über Sitten und Kultur der Deutschen.

Vom hohen Ross auf die „Unterschicht“ herabzusehen, wie von der Tribüne der „Oberschicht“ aus gesehen, ist der Perspektive der Vertikalen zuzurechnen, nicht der Horizontalen; denn die Perspektive der Vertikalen ist die der Tyrannis, nicht die der Demokratie. Was wäre von einem Offizier zu halten, der mit dem alten Klassendünkel auf die Kameraden herabschaut, die doch den Blutzoll zu leisten haben! Dazu stelle man sich vor, der Verteidigungsminister würde in seinem Nachruf auf die gefallenen Soldaten diese als Vertreter einer „ossifizierten Unterschichtenarmee“ bezeichnen!

Es muss Herrn Wolffsohn offenbar die Rache geritten haben, dass er nach einer Generation später als die NS-Täter endlich die Deutschen oder doch wenigsten einen Teil von ihnen als „Unterschicht“ mit der ganzen Verachtung, mit der dieser Begriff unter uns Deutschen verwendet wird, zu bezeichnen die Gelegenheit nimmt, womit er es ihnen, den Deutschen, endlich einmal heimgezahlt hätte.

Dass der „Untermensch“ in Assonanz zur „Unterschicht“ mitschwingt scheint den „Wessi“ Wolffsohn genauso wenig zu stören, wie er der „Unterschicht“ auch noch den Begriff „Ossi“ bzw. „ossifiziert“, so wie Lenins „elektrifiziert“ anhängt und damit alle Ostdeutschen diesseits der Oder-Neiße-Linie abwertet; denn „Ossi“ wird abwertend für den Bürger der DDR – dumm, dämlich, reaktionär – gebraucht.

Dass sich Vertreter des jüdischen Establishments in Deutschland im Ton vergreifen bis hin zur abstrusen Begrifflichkeit, mit der sie sich in der Deutschen Sprache bewegen, zeigt ein weiteres öffentlichkeitswirksames Beispiel: Der Begriff Einzigartigkeit für den Holocaust, nachzulesen auf der Website „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“, wo doch jeder Deutsche weiß, dass Einzigartigkeit das Schöne, Wahre, Gute bezeichnet, ausnahmslos und für den Theologen ein Attribut Gottes ist.

Prof. Dr. Michael Wolffsohn hat mit seiner Ranküne „seinen“ dem griechischen Humanitätsideal, nämlich dem Guten, Wahren und Schönen verpflichteten Katheder in tausend Stücke geschlagen. Vulgo: Und so was lehrt an der Bundeswehr-Uni? Für die Truppe selbst – für die Armee – Beleidigung sonder gleichen.

Thomas Marcus Illmaier, 23.04.2010 über Michaels Wolffsohns Gastkommentar "Spiegel der Gesellschaft" in DIE WELT, 23.04.2010, S. 6, online: www.welt.de

 

TOLLHAUS JUSTIZ - Minister der Lächerlichkeit preisgegeben

Eine bislang unbekannte Justizperson – Staatsanwalt oder Staatsanwältin – bei der Staatsanwaltschaft Flensburg hat in einem Strafverfahren gegen Beschuldigten Richter R. denselben zum Erfüllungsgehilfen staatsanwaltlicher Ermittlungen gemacht. Der so zum Büttel Degradierte hat Zugriff auf die Ermittlungsakten erhalten und bittet im Gegenzug den Strafanzeigenden dafür um ausdrückliches Einverständnis (sic!).

Gegen genannte Justizpersonen ist daher Strafanzeige, 20. April 2010 wegen Verdachts auf Strafvereitelung im Amt erstattet worden.

Offenbar gibt die Justiz des bankrotten Nordlandes eigenen Dienstherrn und Minister der Lächerlichkeit preis; denn der hatte noch vor kurzem vor versammelter Richterschaft beim SH Richterverband in Kiel, 23. Nov. 2009 erklärt: „Das ausdrückliche Bekenntnis des Koalitionsvertrages zu einer leistungsstarken Justiz und den Erhalt der Bürgernähe der Justiz durch qualitativ hochwertigen und zügigen Rechtsschutz werde ich auch vom Koalitionspartner einfordern.“ Emil Schmalfuß steht offenbar kur vor Ernennung zum Tollhausminister, bei dem die Recht suchende Bevölkerung nur unter Sicherheitsaspekten vorkommt; denn der Minister kennt ansonsten nur Stände, wie seine Rede vor den versammelten Richtern und Staatsanwälten beweist (1).  Dazu auch der Lübecker leitende Oberstaatsanwalt Heinrich Wille: „Wie soll man zwischen Politik und Justiz trennen? Im Justizministerium laufen die Fäden ja zusammen (2).“ Eingeweihte wissen auch dies: „Für die deutsche Justiz, die nicht einen einzigen ihrer Standesvertreter nach 1949 wegen seiner Urteile unter den Nazis strafrechtlich belangte, galt dasselbe. (3)“

Thomas Marcus Illmaier, 21.04.2010

(1) www.schleswig-holstein.de/MJGI/DE/Service/Presse/PI/2009/091123mjgiLandesrichterverband.html

(2) Aller-Zeitung, 11. Okt. 2007, aktualisiert, 29. Juli 2008;

(3) Michael Hartmann: Eliten und Macht in Europa, Frankfurt/Main, 2007, S. 48.

 

MEIN DEUTSCHLAND – Neue Ohren braucht das Land

Kafka erhebt Klage:Amtsträger von ARGE AGENTUR hat miech Orr abheschnieten. Zentralrat nix helfen.

Chor der Richter: Zisch!... Er ist nicht beschwert. Das Ohr wächst wieder nach.

Kafka: Kein Orr! Orr niech nachwaxn!

Einzelrichter: Dann erarbeite er sich eins!

Kafka: Keine Arbeit für Kaufen neue Orr!

In Volkes Namen: Die Klage wird abgewiesen. Neue Ohren stellen keine andauernde sondern nur einmalige Regelleistung dar, die dem Kläger bereits gewährt worden ist. Außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet.

Thomas Marcus Illmaier, 11.04.2010 über Unterjochung, Ruin und Ausweglosigkeit durch Lagerordnung des Prekariats, Feindrecht nach Hartz IV.

 

ABRAMAKABRA

Heutzutage hat jede Stadt ihr Bürgerbüro, wo man Urkunden beantragen kann, so ziemlich für alles, was man über und unter der Erde braucht. Man erhält auch jede Menge Informationsmaterial über die Stadt, in der man wohnt, so auch für den Trauerfall. Geesthachts Bürgermeister ist erst kürzlich verstorben, aber er grüßt noch immer mit seinem Foto und freundlichen Worten als „Ratgeber im Trauerfall“. Geesthacht ist eine traurige Stadt, das weiß man nicht erst seit Ingo Fokken, der als Bürgermeister elendig auf einem Golfplatz endete, mutterseelenallein hat er buchstäblich ins Gras gebissen. Von Geesthacht ging viel Tod aus: Von 1939-1945 schufteten 20.000 Fremdarbeiter in der Stadt, um die Munition für Hitlers Angriffs- und Vernichtungskrieg einschließlich Holocaust herzustellen in einer der größten Sprengstofffabriken Europas. Die Opfer dieser Munition müssen unvorstellbar gewesen sein, sind es noch! Nach dem Krieg gähnende Leere, Arbeitslosigkeit. Dann Neuanfang: Statt Dynamit Atom. Jeder kennt die Geesthachter Atomanlagen, GKSS und Vattenfall. Hier hält man es mit Tradition: GKSS stellt sich vis à vis zum Technikum einen original Säureschieber aus Hitlers Geesthachter Vernichtungsfabrik von 1944 auf, massiv Granit, tonnenschwer: Als Denkmal und Monument. Vattenfall präsentiert Vernichtungsmunition im Informationspavillon des Kernkraftwerks, darunter Flak-Granate, Kaliber 8,8 cm aus Geesthachter NS-Produktion. Titel der Ausstellung 2009: „Mehr als Pulver und Dynamit“. Überall rund um die Geesthachter Atomanlagen, 15 Km von Hamburgs Grenzen entfernt, lauert der Leukämie-Tod; bislang 23 Kinder sind daran erkrankt, vier von ihnen sind bereits hingerafft. Apropos Hamburgs Grenzen: Vom Airport der Hansestadt, dem Flughafen Fuhlsbüttel, braucht ein Airbus in Terroristenhand nur einen Augenblick, in vier Minuten ist er da, um sich wie ein überdimensionaler Sturzkampfbomber auf die Geesthachter Atomanlagen zu stürzen, um sie in die Luft zu jagen. Dagegen gibt es keinen Schutz, noch nicht einmal das Recht auf Schutz; denn der Verteidigungsminister könnte den Terror-Stuka nur abschießen lassen mit der Berufung auf den übergesetzlichen Notstand. Todesengel überall. Trauer nicht, er wird dich erlösen. So dachte sich das auch der Werber für ein Altenheim in Geesthacht; denn Vitanas sucht ihn, will ihn, braucht ihn als Personaldienstleister. Er soll seinen Job bislang nur in der Freizeit machen. Vitanas braucht ihn aber als Altenpfleger; das ist seine Chance; denn Vitanas zahlt gut. Todesengel Trauernicht trägt schwarze Flügel, schwarze Gesichtsmaske, schwarze Kette um den Hals. Man spricht mit ihm ganz zwanglos, macht sich sozusagen Mut: „Machen Sie in Ihrer Freizeit, was Sie wollen; denn das verleiht auch im Alltag Flügel. Wir suchen vielseitig interessierte und engagierte examinierte Altenpfleger.“ Er ist sogar schwarz tätowiert, raunt mir die Kollegin zu. Sie wohnt schon lange in Geesthacht.

Thomas Marcus Illmaier, 05.04.2010 über Vitanas Personalbild-Werbung zur Betreuung von Menschen mit Demenz und im Wachkoma, April 2010.

 

VORSICHT KAMERA

Götter in Weiß dürfen einfach alles, und das, was sie nicht dürfen, nimmt man devot hin; denn überhaupt ist man geneigt, Gewissen und das bewusste Sein an der Garderobe des Psychiaters abzugeben. Hier geht es aber um die Kollegen der anderen Fakultät: Die Ärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten, kurz und vornehm Dermatologen genannt. So einer ist der Geesthachter Ulrich Karsten in Praxisgemeinschaft mit Sylvia Bätz und Julia Völkel. Seit kurzem ist die Website der Praxisgemeinschaft aus dem Netz verschwunden; Karsten ist auch nicht mehr der Präsident des Rotary Clubs Geesthacht. Man meidet den öffentlichen Auftritt. Insgeheim aber ist die Praxis in Sachen Datenpräsenz hochspezialisiert: Betritt ein Patient den Behandlungsraum von Dr. Karsten, staunt er nicht schlecht; denn er wird nicht nur vom Arzt empfangen sondern auch von seinem eigenen Konterfei auf dem Bildschirm des Computers auf dem Tisch neben der Behandlungsliege. Ja, woher er denn das Bild von ihm habe. Tja, sagt Karsten, das gibt’s, und blendet das Bild aus. Funkstille. Kaum ein Patient wagt zu fragen, mit welchem Recht Herr Dr. Karsten Bilder von Patienten anfertige und diese intimen Fotos in der Datenbank der Praxis speichere, wo sie auch für Frau Bätz und Frau Völkel zugänglich sind und von ihnen genutzt werden. Das wird der Patient gewahr, wenn er aus Misstrauen das nächste Mal lieber zur Frau Bätz oder der Völkel gehe. Ja, sagen die dann, für das Fotografieren ist Dr. Karsten zuständig, der macht das. Zumeist ohne Wissen der Patienten, jedenfalls ohne deren Einwilligung, geschweige denn deren schriftlicher Einwilligung, wie es sich eigentlich gehörte, wenn der Arzt Fotos seiner Patienten macht. Schon zückt Karsten seine Kamera: Sie haben nichts dagegen, oder?

Thomas Marcus Illmaier, 03.04.2010 über illegales Fotografieren von Patienten und deren Körperteilen durch Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten Karsten, Geesthacht.

 

DER STÄNDEDEMOKRAT

Er wurde nicht gewählt sondern gekürt. Die Strategen des Landes, die von ihm sagen, es sei so pleite wie platt, erhoben ihn auf ihren Schild; nun muss er den mächtigen Richtern Rede und Antwort stehen. Sein Programm: Ständedemokratie. Sein Weltbild ist einfach. Deutschland wird nicht vom Volke regiert sondern von Ständen, und er zählt sie auf: Unternehmen, Vermieter, Justiz. Die Gesellschaft in der Ständedemokratie ist für ihn nur unter Sicherheitsaspekten relevant; denn fehlten Mittel für die Polizei, werde „das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung beeinträchtigt.“ Er werde sich deshalb als Justizminister den Ständen, insbesondere der Justiz zuwenden, deren Selbstverwaltung er zwar „aufgeschlossen“ gegenüberstehe, doch setze die Selbstverwaltung der Justiz „einen breiten gesellschaftlichen und politischen Konsens voraus“, den er „gegenwärtig noch nicht“ sehe. Wie sollte er auch? Die deutsche Justiz hat nach 1949 keinen einzigen ihrer Standesvertreter wegen seiner Urteile unter den Nazis strafrechtlich belangt. Genüsslich resümiert der Lübecker Oberstaatsanwalt und verhinderter Barschel-Biograph Heinrich Wille über diejenigen, die in der Ständedemokratie die Fäden ziehen: „Wie soll man zwischen Politik und Justiz trennen? Im Justizministerium laufen die Fäden ja zusammen.“

Thomas Marcus Illmaier, 03.04.2010 zur Rede des Justizministers von Schleswig-Holstein (SH) Emil Schmalfuß vor den versammelten Richtern und Staatsanwälten des SH Richterverbandes in Kiel, 23.11.2009

 

KINDESMISSBRAUCH - KINDESMISSHANDLUNG

an St. Salvatoris, Geesthacht

Bei der Staatsanwaltschaft Lübeck ist Strafanzeige wegen Kindesmissbrauchs und Kindesmisshandlung und deren Vertuschung und Geheimhaltung durch amtierenden Pastor und Kirchenvorstandsvorsitzenden Gunnar P. an St. Salvatoris, Geesthacht erstattet worden. Die Vorfälle ereigneten sich bereits in den 1960er Jahren unter anderem im Konfirmandenunterricht. Die St. Salvatoriskirche in Geesthacht gehört zum Kirchenkreis Alt-Hamburg im Sprengel Hamburg, dem die Nordelbische Bischöfin Maria Jepsen vorsteht. /Az. 749 Js 12488/10 u. 741 Js 13990/10 JUG.

Thomas Marcus Illmaier, 01.04.2010

 

ATOMSTADT GEESTHACHT - "sicherste Stadt"

Im April 2009 wandte sich eine junge Geesthachter Hochschulabsolventin, die nach dem Studium erwerbslos geworden war, an mich mit der Bitte um Hilfe und Begleitung ins nahegelegene Amt der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) für Beschäftigung und Grundsicherung im Hzgt. Lauenburg, Dienststelle: Geesthacht, Bandrieterweg 1. Der Hintergrund waren Übergriffe von Amtsträgern auf die junge Frau, die sie in der genannten ARGE bereits zweimal durch verbale Herbabsetzungen und Entwürdigungen wegen ihrer Erwerbslosigkeit erschüttert hatten. Auf meinen Rat hin wandte sich die junge Frau zunächt per Fax an die Polizeizentralstation Geesthacht und bat dort um Schutz durch polizeiliche Begleitung ins Amt der ARGE. Nachdem keine Antwort von der Polizei gekommen war, begab sich die junge Frau in meiner Begleitung direkt in die Polizeizentralstation Geesthacht. Dort nahmen uns zwei Wachhabende - Polizisten in Uniform - in Empfang. Zunächst wollten die beiden gar nichts gewusst haben von dem Fax und der Bitte um Schutz vor weiteren Übergriffen. Dann stellte sich aber salamitaktisch heraus, dass der Dienstvorgesetzte die beiden Polizisten angewiesen hatte, dass sie uns bedeuten sollten, dass sie nicht für die Begleitung ins Amt zur Verfügung stünden. Begründung: Aus personellen Gründen könnten sie das nicht leisten, sie wären nur zu zweit und hätten kein Auto. Als wir ungläubig Zweifel an dieser Version anmeldeten, zumal die ARGE in Rufweite der Polizeistation liegt, kam just ein dritter Polizist aus dem Hause selbst hereinmarschiert und gesellte sich zu den angeblich nur zu zweit anwesenden Polizisten, die daraufhin entschuldigend vorgaben, sie könnten selbst, so wörtlich: bei Gewaltdelikten nicht immer helfen. Der in Hinblick auf die zu erwartende Kriminalstatistik 2009 bei der Polizeizentralstation Geesthacht gestellte Antrag, 7. März 2010 auf Auskunft, bei wie vielen Gewaltdelikten von der Polizei in der Atomstadt jährlich kein Eingriff zum Schutz der Bedrohten und Opfer erfolgt, blieb unbeantwortet.

Thomas Marcus Illmaier, 28. März. 2010

Erstveröffentlichung: Sonntagskurier, Schwarzenbek, 28. März 2010, www.lokale-wochenzeitungen.de; Leserbrief-online zu "Geesthacht ist sicherste Stadt", Kriminalstatistik 2009; Sonntagskurier, 21.03.2010, S. 3

 

ARCHITEKTUR DES SCHRECKENS

Kulturstaatsminister Neumann unter Druck

Gleich drei Parlamente, der Deutsche Bundestag, der Schleswig-Holsteinische Landtag und die Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, beraten Petitionen gegen NS-Kumpanei und reaktionäre Kreise in Hitlers ehemaliger Dynamitstadt und heutiger Atomstadt Geesthacht und in dem Zuammenhang die Freigabe von 450.000 Euro durch Kulturstaatsminister Neumann. Thomas Marcus Illmaier stellt seine Petitionen vor in folgenden

L e i t l i n i e n

gegen

1. Die öffentlich werbende Wertschätzung für das High Tech der Hitlerzeit bis hin zur religiösen Verherrlichung von NS-Funktionsbauten, die dem Zweck der Produktion von Vernichtungswaffen dienten, in Hitlers gigantischem „Kriegsmusterbetrieb“ in der ehemaligen Dynamitstadt und heutigen Atomstadt Geesthacht zur Munitionierung von Hitlers Angriffs- und Vernichtungskrieg einschließlich des Holocaust mit Hilfe von 20.000 Fremdarbeitern.

2. Die von Staatsminister Bernd Neumann mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise genehmigte Freigabe von 450.000 Euro öffentlicher Gelder für die Sanierung eines unter Denkmalschutz gestellten NS-Funktionsbaus, der dem Zweck der Produktion von Vernichtungswaffen diente, in Hitlers gigantischem „Kriegsmusterbetrieb“ in der ehemaligen Dynamitstadt und heutigen Atomstadt Geesthacht zur Munitionierung von Hitlers Angriffs- und Vernichtungskriegs einschließlich des Holocaust mit Hilfe von 20.000 Fremdarbeitern.

3. Die Einrichtung eines Museum für das High Tech der Hitlerzeit zur Vernichtung der Welt, präsentiert im ehemaligen NS-Funktionsbau, der dem Zweck der Produktion von Vernichtungswaffen diente, in Hitlers gigantischem „Kriegsmusterbetrieb“ in der ehemaligen Dynamitstadt und heutigen Atomstadt Geesthacht zur Munitionierung von Hitlers Angriffs- und Vernichtungskrieg einschließlich des Holocaust mit Hilfe von 20.000 Fremdarbeitern.

für

1. Errichtung einer Gedenkstätte in Geesthacht für die NS-Opfer an Toten, Verwundeten, Verstümmelten, Wahnsinnigen und Gebrochenen durch Hitlers Vernichtungsfabriken in Geesthacht – die gigantischen NS-Kriegsmusterbetriebe, inmitten deren Ruinen, die sich noch heute über ein Gebiet von 3,5 qkm weit erstrecken, sich ausgerechnet die Geesthachter Atomanlagen befinden – welche die Opfer der nahe bei Geesthacht gelegenen KZ Neuengamme und KZ Bergen-Belsen bei weitem übersteigen, was man sich „auf Halde“ vorstellen muss, um einen Begriff von den Dimensionen der Vernichtung zu erhalten.

2. Aufstockung des wissenschaftlichen Personals der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und ihrer Mittel zur Erforschung der Beziehungen und Verflechtungen zwischen Hitlers Vernichtungsfabriken in Geesthacht und den Konzentrationslagern, insbesondere den nahe bei Geesthacht gelegenen KZ Neuengamme und KZ Bergen-Belsen, um herauszufinden, ob die Geesthachter Sprengstofffabriken während des II. Weltkrieges Arbeitskräfte aus den KZ rekrutierten oder ob Arbeitskräfte der Sprenstofffabriken in KZ eingewiesen worden sind, was bis heute nach Angaben der KZ-Gedenkstätte Neuengamme unbekannt ist und aufgrund Fehlens von wissenschaftlichem Personal und Geldmitteln der KZ-Gedenkstätte unbekannt und unaufgearbeitet ist.

3. Errichtung eines Ehrenmals in Geesthacht für die Geesthachter Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime, unter ihnen: Heinrich Ahrens, Arnold Bohlmann, Heinrich Brakelmann, Richard Elvers, Hermann Gellert, Max Graf, Karl Gulinski, Walter Gulinski, Arnold Haberlandt, Otto Hamester, Charles Heuer, Wilhelm Hohmeier, Paul Hübsch, Willi Jensen, Rudolf Kempke, Peter Linke, Otto Lauer, Arthur Muss, Franz Nowak, Ludwig Nowak, Otto Östmann, Karl Pansa, Karl Petersson, Willi Petersson, Erich Rieck, Charles Schewe, Fritz Schmalz, Otto Schmidt, Erich Schulz, Skaratkiewitz, Willi Soodtmann, Fritz Starke, Jonny Steenwirth, Otto Steffens, Richard Stille, Ernst Suhr, Erd­mann Timm, Walde, Willi Webersen, Adolf  Wilkens jun., Adolf Wilkens sen., August Ziehl, Paul Ziehl, zusammen 43 Personen.

4. Benennung einer Straße in Geesthacht nach dem Sohn der Stadt Geesthacht, dem Zeitzeugen und Chronisten August Ziehl (1881-1965), dem die Nachgeborenen sein Buch „Geesthacht“ (1958) verdanken, in dem August Ziehl den NS-Terror in Geesthacht gegen Gegner des NS-Regimes beschreibt, insbesondere das Wüten des NS-Terrorkommandos z.b.V. (zur besonderen Verwendung) der Hamburger Gestapo und das KZ Neuengamme, in das die Nazis August Ziehl während des II. Weltkrieges verschleppten.

5. Erforschung der Übertragungswege der Leukämie-Seuche insbesondere auf Kinder, von denen im größten Leukämie-Cluster der Welt rund um die Geesthachter Atomanlagen, Vattenfall Kernkraftwerk Krümmel und atomares Forschungszentrum GKSS, die sich ausgerechnet inmitten der sich noch heute über ein Gebiet von 3,5 qkm weit erstreckenden, sich teilweise drei Stockwerke tief unter der Erde oder unter hoch aufgeschüttetem Erdreich verbergenden und möglicherweise noch immer einschließlich ihres Erdreichs und Umfelds chemisch verseuchten Ruinen der einstigen gigantischen NS-Kriegsmusterbetriebe in Geesthacht befinden und in deren Umkreis bereits 23 Kinder an der heimtückischen Leukämie-Blutkrebs-Seuche erkrankt sind; vier der Kinder sind bereits tot.

Thomas Marcus Illmaier, 28.02.2010 zitiert aus seinen Petitionen, 28.02.2010, gegen NS-Kumpanei in Hitlers ehemaliger Dynamitstadt und heutiger Atomstadt Geesthacht Deutscher Bundestag, Petition Pet 2-17-00-1030-006807; SH Landtag, Petition L 141-17/132;

HH Bürgerschaft, Petition 267/10.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


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